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Reisetagebuch

 
Am Freitag, den 23. Oktober 2009 machten sich mehr als 30 Personen einer Firma auf den Weg von Bern ins Wallis. Zielsetzung für alle Teilnehmer war etwas nicht Alltägliches zu erleben - sowohl kulturell als auch körperlich.


Reisetagebucheintrag vom Freitag, 23. Oktober 2009

 
Liebes Tagebuch,
 
wir sind gut im Wallis gelandet und wurden mit Sonnenschein begrüsst. In Brig angekommen nahmen wir an einer Führung im Stockalperpalast teil, der im 17. Jahrhundert von Kaspar Jodok von Stockalper erbaut wurde und noch heute das Stadtbild von Brig prägt. Nach der Führung konnten wir im Palasthof eine typische Walliser Spezialität namens „Cholera“ probieren. Auch wenn der Name vielleicht im ersten Moment ein wenig abschreckt, kann ich den Genuss dieser Speise wirklich wärmstens weiterempfehlen. Sehr lecker! Gut gestärkt konnte unsere Reise weitergehen und das mit einem sehr imposanten Gefährt – der alten Furka Dampflok. Die Fahrt ging von Brig nach Oberwald – eine beeindruckende Art zu reisen. Angekommen in Oberwald konnten wir unsere Unterkunft im Holiday Camp beziehen. In Oberwald, das im sogenannten Obergoms liegt, erwartete uns ein abwechslungsreicher Abend. Auf der Basis von Garbely Adventure wurden wir mit einem Glas Walliser Wein von Martina und Daniel begrüsst. Bei der Begrüssung war auch ein junger Landwirt anwesend. Er hiess Adrian und wollte uns in die Kunst des Käsens einführen. Schon beeindruckend, dass sich die Art des Käsens in all den Jahren nicht wesentlich verändert hat und der Käse immer noch nach demselben Verfahren hergestellt wird, wie schon zu Grossvater´s Zeiten. Nebenbei wurden wir mit einem vorzüglichen Raclette verpflegt. Gut gestärkt konnten wir uns bei einer kleinen Älplerolympiade messen – Holzsagen stand auf dem Programm. Später besuchte uns ein weiterer „Gommer“ namens Valentin. Valentin erzählte uns alte Sagen aus der Region und manchmal wurde uns etwas unheimlich, wenn das Kerzenlicht flackerte und die Türen knarrten. Alles in allem ein schöner Tag! Mit Fackeln machten wir uns auf den Weg in unsere Unterkunft. Was wird uns morgen wohl erwarten?

 
Reisetagebucheintrag vom Samstag, 24. Oktober 2009

 
Liebes Tagebuch,
 
wir sind gerade nach Hause gekommen und es war wieder ein toller Tag. Heute sind wir morgens zum Frühstücken auf einen Bauernhof gewesen. Andy, der Landwirt, hat uns mit hausgemachten Produkten verköstigt und uns etwas über sein Leben als Bauer erzählt. Das ist natürlich schon eine ganz andere Welt als die, in der wir uns täglich bewegen. Das Goms präsentierte sich wieder in seiner ganzen Pracht. Die Umgebung konnten wir an diesem Tag besonders geniessen, nämlich auf einer Radtour nach Naters. Was besonders schön war, dass uns unsere Begleiter viel über die Gegend und ihre Geschichte erzählt haben und dass alle Teilnehmer fleissig mitgeradelt sind. Als wir in Naters angekommen sind, konnten wir unsere Hotelzimmer im Hotel Alex beziehen. Bevor wir zum Abendessen aufgebrochen sind ist ein weiterer besonderer Gast zu uns gestossen. Anton Rieder erzählte uns über seine Arbeit: Er sucht Wasser und das nur ausgestattet mit einer Wünschelrute als Arbeitsgerät. Mit seiner Arbeit hat er schon vielen Menschen, z. B. in der dritten Welt, geholfen. Nach diesem interessanten Vortrag machten wir uns auf den Weg ins Safranmuseum nach Mund. Der Zehntenstadel aus dem Jahr 1437 ist eines der ältesten Holzbauten der Schweiz. Dort erfuhren wir alles über das „rote Gold“, das heute noch genauso wie früher angebaut wird. Im Restaurant Salwald wurden uns im Anschluss verschiedenste Safranköstlichkeiten aufgetischt. Hier liessen wir den Tag mit einem Glas Wein umrandet mit Musik ausklingen.
 

Reisetagebucheintrag vom Sonntag, 25. Oktober 2009

 
Liebes Tagebuch,
 
ein abwechslungsreiches Wochenende geht zu Ende. Heute führte uns unsere Reise von Naters an den Genfer See nach Montreux. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir zu einer Wanderung aufgebrochen. Odilo Schmid zeigte uns Suonen, die historischen Wasserleitungen im Wallis. Suonen bestehen aus offenen Gräben, die das kostbare Wasser von den Gebirgsbächen zum Teil auf abenteuerliche Art auf die trockenen Weiden und Äcker in die Weinberge oder auf die Obstplantagen bringen. In Ausserberg hatten wir auch die Möglichkeit das örtliche Museum zu besichtigen. Von Ausserberg fuhren wir weiter nach Salgesch auf das Weingut von Olivier Mounir. Seit Jahrzehnten hat sich seine Familie dem Weinbau verschrieben. Der leidenschaftliche Winzer gab uns einen Einblick in seine vielfältige Arbeit. Seine köstlichen Erzeugnisse durften wir uns bei einem Brisole auf der Zunge zergehen lassen. Von Salgesch aus führte uns unsere Reise in das malerische Städtchen Montreux am Genfer See.
 
Nun zu Hause angekommen muss ich sagen, dass ich viele positive Eindrücke an diesem Wochenende gewonnen habe. Ich werde mich noch lange an die Menschen, die uns so authentisch begegnet sind, erinnern und an die Geschichten ihres Alltages, der doch in vielen Bereichen so anders ist als unserer.
Sport und Freizeitwelt Obergoms, In den Lussen, 3999 Oberwald, Wallis/Schweiz
Tel. +41 27 973 25 75, Fax +41 27 973 25 85, E-Mail: info@freizeitwelt-obergoms.ch